

Auf der Tagesordnung des Kreistages am 20. März 2025 stand auch die Schließung des Dialyse-Zentrums auf dem Gelände des ehemaligen Marienhospitals in Letmathe. Diese wurde bei zwölf Gegenstimmen – unter anderem von Marco Voge, der damit gegen seine Anträge gestimmt hat, mehrheitlich – auch von der CDU-Fraktion – angenommen.
Zur mancherorts geäußerte Befürchtungen zur Einschränkung der die Patienten sowieso stark belastenden Behandlung, lag dem Kreistag bereits im Dezember 2024 folgende Unterlage vor:
… Im Zusammenhang mit dem Schließungsszenario des LCD-Standortes in Letmathe hat sich die Geschäftsführung in enger Abstimmung mit der medizinischen Leitung damit befasst, ob die Versorgung der aktuell 34 Patientinnen auch tatsächlich wohnortnah sichergestellt ist. Hierbei wurden nicht nur eigene Kapazitätsmöglichkeiten am Standort in Lüdenscheid betrachtet (hier könnten grundsätzlich ca. 40% der Letmather Patienten ohne personelle Aufstockung im Ärztlichen Dienst versorgt werden). Es wurden auch bereits Gespräche mit sämtlichen anderen Einrichtungen, die für eine wohnortnahe Weiterbetreuung in Frage kommen, geführt, eine Unterversorgung ist vor diesem Hintergrund nicht vorhanden. Im Ergebnis können wohnortnahe Betreuungsangebote für alle Patientinnen der LCD Letmathe unterbreitet werden, sodass die Versorgung weiterhin flächendeckend gewährleistet ist. …
(Auszugsweise, vollständig siehe Kreistagsdrucksache FD 20/10/0933 / Anlage).

Selbst die CDU-Fraktion unterstüzt mit großer Mehrheit die Aufforderung an Landrat Voge, seinen Aufsichtsratssitz in den Märkischen Kliniken persönlich wahrzunehmen.
Nach den turbulenten Debatten um die Märkischen Kliniken, bei der die CDU-Fraktion gegen ihren eigenen Landrat votierten, hatte die FDP-Kreistagsfraktion ein breites Bündnis von SPD, Grüne, UWG, Linke organisiert und mit einem gemeinsamen Antrag den Landrat aufgefordert, sein Mandat im Aufsichtsrat nicht zu delegieren, sondern persönlich wahrzunehmen. Damit sollte die politische Beteiligung des Landrates und damit der Kreisverwaltung betont werden, zumal alle diesbezüglichen Kreistagsvorlagen vom Landrat verantwortet wurden.
In der Kreistagssitzung am 20. März folgte dann eine 3/4 Mehrheit der Kreistagsmitglieder dem Antrag, allerdings verweigerte Landrat Voge sich dem Votum.
Ein Kommentar von Hendrik Klein im MK-Journal
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So kommentiert Chefredakteur Torsten Lehmann vim IKZ:
… Zumindest hätte er (Anm.: LR Voge) die Politik, also alle Fraktionen der demokratischen Mitte, mehr auf seinem Weg mitnehmen müssen. …
Hier der vollständige Kommentar


Serie „50 Jahre Märkischer Kreis“ (Abschluss)
Von Hendrik Klein
Von den historischen Wurzeln im Mittelalter bis zu den Anforderungen in unseren Tagen: Die Serie „50 Jahre Märkischer Kreis“ hat in elf Folgen viele Facetten der vergangenen fünf Jahrzehnte sowie die Schwierigkeiten und Herausforderungen seit der kommunalen Neuordnung im Jahr 1975 beleuchtet. Die handelnden Personen rückten ebenso noch einmal in den Blickpunkt wie die Probleme beim Zusammenwachsen von 15 ganz unterschiedlichen kreisangehörigen Städte und Gemeinden zu einer neuen Region.
Zum Abschluss gab es einen Ausblick, u. a. vom FDP-Fraktionsvorsitzenden Axel Hoffmann:
„Wir haben in den letzten Jahren, zum Teil brutal, lernen müssen, auf welch dünnen Beinen sicher geglaubte Zukunftsbeschreibungen standen und stehen. Ressourcen aller Art werden knapper, teurer und folgen immer schnelleren überregionalen Ereignissen. Für den Märkischen Kreis heißt das für mich: Wir werden gedanklich enger zusammenrücken und uns dem Spagat zwischen vor Ort und das geht uns alle im MK an in größerer Verantwortung stellen müssen.“
Die vollständige Serie empfehlen wir sehr, dazu siehe hier.
Mit der Stahlhochzeit ist ein wichtiger Meilenstein geschafft. Lt. Mitteilung des Büro „Der Brückenbauer“ wird der Verkehr veraussichtlich im Frühjahr 2026 wieder fließen. Nun beginnt die Betonage der Fahrbahnplatte, gefolgt von Abdichtung, Asphaltierung und Markierung.
Parallel zum Brückenschluss wachsen bereits die Pfeiler des zweiten Bauwerks. Aktuelle Infos zum Baufortschritt und rund herum, hier.

Noch wenige Tage bis zur Bundestagswahl und im Politbarometer (ZDF, 14.02.2025) wird festgestellt:
Wahlinteresse hoch, aber viele unentschlossen, gleichzeitig prognostiziert Allensbach: 5% Zweitstimmen für die FDP!
Update 17.02.2025: Auch Forsa (ntv/rtl) sieht FDP bei 5%.
Deshalb: überzeugen, überzeugen, überzeugen!


Für 18.02.2025: hier zur Anmeldung
Ein inhaltlicher und strategischer Überblick 14 Tage vor der Bundestagswahl von Christian Lindner (BPT, 09.02.2025)
Ein Porträt und Interview mit Johannes Vogel (Wahlkreis MK I – Halver, Herscheid, Kierspe, Lüdenscheid, Meinerzhagen, Schalksmühle, Kreis Olpe)
Ein Porträt und Interview mit Lydia Timmer (Wahlkreis MK II – Altena, Balve, Hemer, Iserlohn, Menden, Nachrodt-Wiblingwerde, Neuenrade, Plettenberg, Werdohl)
