Plettenberg, 15. Juli 2026, Betriebsstelle der MVG
Was hatten wir uns gefreut: zum Abschluss der letzten Legislaturperiode mit großer Einmütigkeit im Märkischen Kreistag den auch für das Unternehmen MVG überaus relevanten Nahverkehrsplan (NVP) – in Abstimmung mit allen Kommunen – beschlossen. Die Tinte gerade trocken, die MVG fährt entsprechend und – und die Kommunen maulen: „zu viel, zu teuer, wir wollen das billiger“. Die Verunsicherung bei den Mitarbeitern war beim inoffiziellen Tel der Veranstaltung spürbar – bis hin zur Verbittterung. Jetzt soll der gerade beschlossene NVP überarbeitet werden – nach 3 Jahren für den letzten in weniger als 6 Monaten. Ich habe für die FDP-Kreistagsfraktion frühzeitig meine Bedenken – auch öffentlich im Kreistag – geäußert. Natürlich werden wir uns an den Beratungen beteiligen – wie immer konstruktiv aber kritisch. (ah)
Meinerzhagen <> Eine komfortable, in landschaftlich reizvoller Umgebung und ruhig gelegene Tagungsstätte, brachten eine entspannte Atmosphäre der Klausurtagung der FDP-Kreistagsfraktion.
Nach der Sommerpause standen zuerst technische und organisatorische Themen im Vordergrund. Weil nach der Kommunalwahl neue Mitglieder die Fraktion verstärkten, war der Abend für einen wechselseitigen – persönlich bestimmten – Austausch reserviert.
Den 2. Tag beschäftigten wir uns mit Vorbereitungen von Kreistagsgremien – Ausschüsse, Kreisausschuss, Kreistag.
TOP Thema: Einsatz von KI und Social Media in die Fraktionsarbeit Über die Wolfgang-Döring-Stiftung hatte Axel Hoffmann einen Fachmann für das KI Thema gewonnen: Adrian Assenmacher. Der Gesellschafter von up.create ist im Ehrenamt auch Ratsmitglied und Ortsvorsitzender der FDP Kerken. Er führte kompetent, kurzweilig und mit gutem Material in das Thema ein und konnte manche Vorbehalte ausräumen.
Nicht minder spannend dann die Präsentation „Social Media“ unserer Kollegen Justus Hein und Yannick Riedesel (v.li.) Dabei bemerkenswert: Beide waren treibende Kräfte beim Social-Media dominierten Kommunalwahlkampf in Plettenberg – dort legte die FDP gegen den Landestrend zu!
Das die „Dauerthemen“ Kreisumlage, Kliniken, ÖPNV/MVG, AMK am 2. Tag sozusagen „zwangsweise“ erörtert wurden, versteht sich von selbst. Diesmal gab es aber auch Zeit, um manche länger zurückliegende Kreistagsentscheidungen und ihre Wirkungen aufzuzeigen – sind sie doch für den ein oder anderen „Zustand“ mit verantwortlich; bspw. die sog. „Kommunalfreundlichkeit“, die zum Schuldenstand des MK genauso beitrugen, wie auch der – gemeinsame – Willen einen flächendeckenden ÖPNV bereit zu stellen (die Beispiele sind zufällig und keinesfalls vollständig).
Hemer, 01.07.2026 ~ Mehrere 100 Gäste nahmen an der Abschlußveranstaltung der Regionale 2025 teil. Akteure aus der Wirtschaft, eine Vielzahl von Projektverantwortlichen mit ihren Teams, Universitäten, politische Vertreter aus den beteiligten Kreisen, Regionale-Verantwortliche aus Bund- und Landesministerien und, und, und. Über 50 Projekten erhielten 3. Sterne – Voraussetzung für eine finanzielle Förderung zur Umsetzung. Es sind eindrucksvolle Belege für Kreativität und bodenständige Perspektiven. Immer unmittelbar zum Nutzen für Wirtschaft und Gesellschaft. „Das ist meine 2. Regionale SWF die ich begleite – was schon eine schöne Überraschung war“, so FDP Kreistagschef Axel Hoffmann, „2x hintereinander den Zuschlag bekommen zu haben, spricht für die Leistungsfähigkeit Südwestfalens.“
MK, Juli 2026 # Neben vielen Projekten entwickelte sich im Rahmen der „Regionale Südwestfalen“ auch die Südwestfalenagentur. Sie verknüpfte ein großes Netzwerk an aktiven und engagierten Akteuren mit unterschiedlichen Interessen und Kompetenzen. Bei der Agentur liefen die Fäden zusammen, wenn es um Themen der Regionalentwicklung und des Regionalmarketings geht. Alleine im Rahmen der REGIONALE 2025 und im Regionalmarketing Südwestfalen steht sie im Austausch mit hunderten Akteursgruppen. Mit dem Abschluss der Regionale 2025 stellt sich die Frage, was machen wir, was macht Südwestfalen mit der Agentur? Aus Sicht der FDP wäre es eine Vergeudung, dieses Netzwerk, mit seinen über 400 Unternehmen, mit Wissenschaft, Industrie- und Handwerkskammern, mit Gewerkschaften, Wirtschaftsförderern, Kultur- und Leaderregionen, mit Politik und vielen Akteuren vor Ort, zu beenden. Deshalb sind wir auch bereit, dass sich der Märkische Kreis mit 200.000€ an der Fortführung beteiligt. Nachdem „die Wirtschaft“ einen finanziellen Anteil von über 600T.€ zugesagt hat, erwarten wir auch von den anderen Südwestfalenkreisen hier ein starkes Signal. Nur zusammen gelingt es uns in Südwestfalen, innovative Ideen voranzutreiben, die Region zu stärken und Südwestfalen so als wirtschaftsstarken, lebenswerten und innovativen „Hier geht was“-Raum bei den politischen Entscheidungsträger:innen in Düsseldorf, Berlin und Brüssel zu präsentieren. Allerdings erwartet die FDP-Kreistagsfraktion MK, dass dafür klare und nachvollziehbare Kennzahlen vorgelegt werden. Im Fachausschuss und im Kreisausschuss wurde eine diesbezügliche Beschlussergänzung einstimmig angenommen – damit dürfte die Abstimmung im Kreistag (09. Juli) eine reine Formsache sein.