FDP-Fraktion-MKT

Nahverkehrsplan beschlossen!

Nicht nur politisch sondern auch fachlich skurril: Da beschließt der Kreistag am 12. Juni mit großer Mehrheit (bei Enthaltung der Linken) einen neuen Nahverkehrsplan (NVP) und im unmittelbaren Anschluss beantragen CDU/SPD/UWG: Die Märkische Verkehrsgesellschaft wird angehalten, die im öffentlichen Dienstleistungsauftrag (öDA) eingeräumten Optionen im Sinne einer nachhaltigen Finanzierbarkeit und Umsetzbarkeit des öffentlichen Nahverkehrs unter Berücksichtigung der Erhebung von Fahrgastzahlen und Fahrplanoptimierungen zu nutzen. (DRS. FD 11/10/1009-1
Übersetzt heißt das: alles wieder offen: bei „finanzieller Enge“ oder „Störung der Geschäftsgrundlage“ können Teile des NVPL ausgesetzt / gestrichen werden bzw. entfallen. Und das bei einer Vielzahl von Prüfaufträgen, die meistens auf Wunsch der Kommunen aufgenommen wurden und bei Annahme, zu Mehrkosten führen werden. Auf Nachfrage war keiner der Antragsteller Willens – oder in der Lage – seinen „Auftrag“ zu konkretisieren. Wann beispielsweise sehen die Antragsteller eine finanzielle Enge oder die Störung der Geschäftsgrundlage? Nach der Kommunalwahl? Bei den nächsten Haushaltsberatungen oder 2027 vor/nach der Landtagswahl? Ein Schelm, wer dabei ins Grübeln kommt!
Der „schwarz/rot/uwg-Peter“ wird folgerichtig im Antrag dem Landrat zugeschoben: „Die Verwaltung wird beauftragt dem Kreistag bzw. dem zuständigen Fachausschuss Bericht über die Umsetzungsschritte zu erstatten.

Gut zu wissen: Erst hatte der Kreistag den Landrat mehrfach informell und letztendlich förmlich aufgefordert, noch in dieser Legislatur den neuen NVP zur Beschlussfassung vorzulegen. Mit dieser „zeitlichen Brechstange“ wurde dann in 2 Jahren Arbeit mit Fachgremien, Ausschüssen, Workshops, Beteiligung der Bürger/-innen und der Kommunen, ein neuer NVP entwickelt, vorgelegt, debattiert und mit großer Mehrheit beschlossen. Anpassungen sind, z. B. bei ab- bzw. zunehmenden Fahrgastzahlen oder sonstigen besonderen Schwierigkeiten – wie zur Zeit – immer möglich. Allerdings nur mit dem Kreistag und nicht als undefinierter „Umsetzungsauftrag“ an den Landrat.
Wie berichteten die Lüdenscheider Nachrichten: Ratlosigkeit: „Verstehe den Antrag nicht“ –
Deutlich mehr Gesprächsbedarf – oder Erklärungsbedarf – gab es bezüglich eines Antrags, den CDU, SPD und UWG gemeinsam als Ergänzung zum NVP eingebracht hatten. Axel Hoffmann, Fraktionsvorsitzender der FDP, brachte es auf den Punkt: „Ich verstehe den Antrag nicht.“
(LN, 14.06.2025)
Die FDP-Kreistagsfraktion hat folgerichtig diesen Antrag abgelehnt.

Herkulesaufgabe Neuordnung gemeistert

Serie „50 Jahre Märkischer Kreis“ (Abschluss)
Von Hendrik Klein

Von den historischen Wurzeln im Mittelalter bis zu den Anforderungen in unseren Tagen: Die Serie „50 Jahre Märkischer Kreis“ hat in elf Folgen viele Facetten der vergangenen fünf Jahrzehnte sowie die Schwierigkeiten und Herausforderungen seit der kommunalen Neuordnung im Jahr 1975 beleuchtet. Die handelnden Personen rückten ebenso noch einmal in den Blickpunkt wie die Probleme beim Zusammenwachsen von 15 ganz unterschiedlichen kreisangehörigen Städte und Gemeinden zu einer neuen Region.

Zum Abschluss gab es einen Ausblick, u. a. vom FDP-Fraktionsvorsitzenden Axel Hoffmann:
„Wir haben in den letzten Jahren, zum Teil brutal, lernen müssen, auf welch dünnen Beinen sicher geglaubte Zukunftsbeschreibungen standen und stehen. Ressourcen aller Art werden knapper, teurer und folgen immer schnelleren überregionalen Ereignissen. Für den Märkischen Kreis heißt das für mich:  Wir werden gedanklich enger zusammenrücken und uns dem Spagat zwischen vor Ort und das geht uns alle im MK an in größerer Verantwortung stellen müssen.“
Die vollständige Serie empfehlen wir sehr, dazu siehe hier.

Fraktionsmitglieder vor Ort

05. Juni – Iserlohn
FDP-Kreistagsfraktion vor Ort

Auf Einladung unserer Fraktionskollegin Katja Siwek KtA diskutierte der Leiter des Gebäudemanagements im Märkischen Kreis, Manfred Fischer, mit der FDP-Ratsfraktion Iserlohn vor Ort. Ein Schwerpunkt war das Thema „Energiecontracting“, aber auch das Bau- und Straßenengagement des MK in und um Iserlohn.
Mehr zum Schwerpunktthema Energiecontracting hier.

15. Juni – Halver:
Zukunftsdialog „Hub45 – CoWorking für gutes Leben und Arbeiten in Südwestfalen“.
Der sechste Zukunftsdialog stellte am 15. Juni 2023 das Thema CoWorking in den Mittelpunkt. Die Entwicklung neuer und die Stärkung bestehender CoWorking-Orte als dezentrale Arbeits- und Kreativ-Orte ist Teil der REGIONALE-Zukunftsbilder und des Strategiepapiers „Südwestfalen startet durch“, das von einem großen Zusammenschluss südwestfälischer Akteure im Herbst 2022 vorgelegt wurde. An der Hybrid-Veranstaltung nahm vor Ort unsere dortige Kollegin
Betül Topcu skB teil. Mehr dazu hier.

17. Juni 2023 – Balve:
Radweg entlang der Kreisstraße 24 von Balve-Mellen bis zum Sorpesee ist frei.

Bei bestem Wetter wurde mit einem „sauerländischen Festakt“ die 1,5 km lange (Teil-)Strecke eröffnet. Fast 9 Monate Bauzeit, 16.000 m³ Erdreich bewegt, 120m Stützwand errichtet und vom Bund/Land NRW mit rund 2,8 Mio.€ (= 95%) bezuschusst.
Für die FDP-Kreistagsfraktion nahm unsere Balver Kollegin Lydia Timmer skB an der Eröffnung und „Erstfahrt“ teil. Mehr dazu hier.

Ein klares Bekenntnis zu unserer MVG!

Die FDP-Kreistagsfraktion hat mit dem Beschluss zur zukünftigen Busbeschaffung der MVG die Voraussetzung für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung der MVG ausgesprochen. „Damit haben wir sowohl EU- als auch Bundesvorgaben umgesetzt,“ fasste der Fraktionsvorsitzende die interne Diskussion vor dem Kreistagsbeschluss am 23. März 2023 zusammen.
Um die Klimaziele zu erreichen, soll der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) bis 2046 treibhausneutral sein. Das erfordert eine sogenannte „Dekarbonisierung“, also die Umstellung der kreisweit eingesetzten Busflotte auf nichtfossile Antriebe. Nach den gesetzlichen Vorgaben sollen Neu-Fahrzeuge bereits bis 2025 zu 45 Prozent „sauber“ und mindestens zu 22 Prozent „emissionsfrei“ sein. 2030 beträgt die Quote mindestens 65 Prozent „sauber“ und 32,5 Prozent „emissionsfrei“. Zu den „sauberen“ Antrieben gehören Elektrizität, Wasserstoff, Synthetische Kraftstoffe, Biokraftstoffe, Flüssiggas und Erdgas. Als „emissionsfreie“ Antriebe gelten aktuell ausschließlich Elektrizität und Wasserstoff. Die MVG wird sich zunächst auf E-Fahrzeuge konzentrieren, aber die technikoffene Entscheidung lässt zu einem späteren Zeitpunkt auch andere Beschaffungen zu.