„Das verdient jeden Respekt“,

03. März 2021

fassten im Digitalausschuss sowohl der Ausschussvorsitzende Kai Krause (FDP) wie auch Ausschussmitglied Axel Hoffmann (FDP)
den informativen und beeindruckenden Bericht vom Leiter der Fachdienstes, Andreas Lüsebrink, zusammen.
Bei der erste Sitzung des auf Antrag der Kreistags-FDP neu eingerichteten Digitalausschusses war für die FDP-Vertreter auch die zukünftige Arbeit im Ausschuss ein wichtiges Thema. Ein erstes Ideenpapier fand ebenso breite Zustimmung wie die FDP-Anregung, auch zukünftig immer Platz für eine „kreative Vorausschau“ zu lassen. „Wir wollen damit etwas neues ausprobieren,“ so Krause und Hoffmann, „um losgelöst von fester Tagesordnung und Beratung von (Verwaltungs-)Beschlussvorschlägen eigene Akzente setzen zu können.“
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Lob für die IT-Abteilung des Kreises

© Lüdenscheider Nachrichten / BETTINA GÖRLITZER; Donnerstag, 04. März 2021

Lüdenscheid – Arbeit im Zwei-Schicht-Betrieb, eingeteilt in Gruppen, die wochenweise zwischen Home-office und Präsenzdienst wechseln, damit immer ausreichend Kollegen verfügbar sind – ohne eine gut funktionierende IT-Abteilung läuft gar nichts in Zeiten der Corona-Pandemie. Ein großes Lob gab es in der ersten Sitzung des neues Ausschusses für Digitalisierung von Landrat Marco Voge für Fachdienstleiter Andreas Lüsebrink und sein Team, das bereits im April 2020 die Voraussetzung für 375 neue Homeoffice-Arbeitsplätze in der Kreisverwaltung geschaffen habe.
Welchen Herausforderungen sich der Fachbereich IT der Kreisverwaltung seit einem Jahr stellen muss, erläuterte Lüsebrink während der Sitzung. Sein 40 Mitarbeiter starkes Team habe inzwischen 2000 Überstunden angehäuft, von denen nicht absehbar sei, ob und wie sie abgefeiert werden könnten. Es müssen für jeden neuen Standort – vom Testzentrum über die Impfzentren bis hin zur Kontaktverfolgung – Laptops, Telefone, Bildschirme und Drucker bereitstehen und mit der passenden Software ausgestattet sein, zum Teil auch als mobile Geräte. Zudem kommen Fragen auf, mit denen sich die Verwaltung bislang nicht befassen musste, wie der Ausdruck von medizinischen Überweisungsformularen, verdeutlichte Lüsebrink. Dort wo Aufträge, beispielsweise für Verkabelungen, vergeben und Dinge angeschafft werden mussten, haben man auf Handwerker der Region gesetzt.
Hinzu kommen die Installation von Software für die reguläre Verwaltung, zum Beispiel für Videokonferenzen, sowie die Schulung der Mitarbeiter im Umgang da- mit und die Betreuung der inzwischen rund 700 Homeoffice-Arbeitsplätze. Gleichzeitig müsste immer jemand ansprechbar sein, wenn es Probleme gebe.
Auch der Schutz der eigenen Mitarbeiter muss gewährleistet werden – so wurden Aufgaben neu verteilt, damit Kollegen, die Risikogruppen angehören, möglichst wenig Kontakt haben. „Und zwischendurch haben wir auch noch die Wahlen abgewickelt“, wies Lüsebrink darauf hin, dass es für die IT auch ein Tagesgeschäft gibt.
Haushalt
Der Haushalt für den Bereich der IT und Digitalisierung, dem die Ausschussmitglieder einstimmig zustimmten, umfasst ein Volumen von 35,5 Millionen Euro. Davon entfallen 25 Millionen Euro auf den Breitbandausbau, wovon wiederum 14,5 Millionen Euro über Fördermittel refinanziert werden.
Ausschussthemen
Auf Initiative der FDP- Fraktion befasste sich der neu gegründete Ausschuss auch mit einer Definition seiner Aufgaben. Fraktionsvorsitzender Axel Hoffmann brachte ein Ideenpapier mit Themen ein und fand breite Zustimmung dafür, dass der Ausschuss sich als Gremium über den Wandel der Technologien auf dem Laufenden hält, gegebenenfalls externe Bericht- erstatter einlädt, und sich als Ideengeber für die Themen Digitalisierung und E- Government positioniert.